Evaluationskonzept PfD Waltrop

Vorwort
Als Coach im oben genannten Programm bin ich auf vielfältige Weise immer wieder u. a. mit folgenden Fragen/Themen in Berührung gekommen:
Haben wir die richtigen Ziele und in welchem Ausmaß werden sie erreicht? Wen und wie viele Menschen erreichen die Projekte? Was kommt dabei herum? Lohnt sich der Aufwand? Wie läuft  die Arbeit in und zwischen den unterschiedlichen Gremien? Wo können / müssen wir besser werden?
Durch Befragungen, Diskussionen und Interviews ist auch schon bislang versucht worden,  Antworten auf diese Fragen zu finden. Das vorliegende Konzept  (Beratungsgrundlage) soll eine Vorstellung davon vermitteln, wie künftig systematisch der Beantwortung dieser Fragen nachgegangen werden kann.

Albert van Heek

1.Erkenntnisinteresse
Zu den Ergebnissen, Prozessen und Strukturen der PfD sollen bewertbare quantitative und qualitative Daten zur Verfügung stehen.

2. Verwertungsinteresse
Die nach der Erhebung bewerteten Daten sollen dazu beitragen, Erreichtes / Gelungenes konkreter zu benennen und für die weitere Projektplanung nutzbar zu machen.  Gleichzeitig werden mit Hilfe der Daten Bereiche identifiziert, in denen Effizienz- und /oder Effektivitätsverbesserungen sinnvoll erscheinen. Die Kenntnis von Gelungenem und Verbesserungsbedürftigem ist ein wichtiger Bestandteil bei der Beratung, Planung und Realisierung künftiger Maßnahmen im Rahmen der Fortschreibung der PfD (Aktionen, Projekte, Workshops etc.). 

3. Art der Evaluation
Mit der Planung, Durchführung und Auswertung der Datenerhebung wird ein/eine Evaluator*in beauftragt.  Dies kann der Coach oder eine andere Person / Institution sein.  Es handelt sich insoweit um eine Fremdevaluation.

4. Methoden
Die Datenerhebung erfolgt mit quantitativen und qualitativen Methoden.
Bei den quantitativen Methoden kommen standardisierte Erhebungsinstrumente (Fragebögen, Berichte, Skalen, Bewertungspunkte kleben….) zum Einsatz, um Einstellungen, Meinungen etc. zu ermitteln. Diese Methoden zeichnen sich aus durch hohe Vergleichbarkeit der Ergebnisse und eher geringem Arbeitsaufwand bei der Durchführung und Auswertung. Bei den qualitativen Methoden stehen offene, breit angelegte, tiefergehende Fragen im Mittelpunkt, deren Beantwortung über Fragebögen nur schwer möglich ist.  (Tiefen-) Interviews und Gruppendiskussionen sind geeignete Vorgehensweisen.

5. Beteiligte
Prinzipiell werden alle an der PfD Beteiligten in die Evaluation einbezogen: Träger, Akteure*innen, Besucher*innen von Veranstaltungen, FA, KuF, BA und Coach  (Details siehe anliegende Matrix).

6. Evaluationsfragen
Im Mittelpunkt stehen zwei zentrale Fragenkomplexe.
a)  Zahlen zu: Aktionen, Maßnahmen, Projekte,  Adressaten*innen,
     eingesetzte  Mittel etc.  (harte Indikatoren)
b) Einstellungen, Erfahrungen, Meinungen zu:  Ziele, Prozesse, Rahmenbe-
    dingungen, Befindlichkeit, Zufriedenheit etc.   (weiche Indikatoren)

7. Evaluationsaufbau- und Evaluationsablaufplan
Im Evaluationsaufbauplan sind alle zu evaluierenden Sachverhalte und die jeweils damit verbundenen Vorgehensweisen aufgelistet. Wann und in welcher Häufigkeit die Durchführung erfolgt,  ergibt sich aus dem Evaluationsaublaufplan.  Beide Pläne sind in der im Anhang beigefügten Matrix integriert.

8. Auswertung,  Aufbereitung und Veröffentlichung der Ergebnisse
Für die Auswertung und Aufbereitung der Ergebnisse ist der / die Evaluator*in zuständig. Alle Ergebnisse werden dem FA und der KuF zur Verfügung gestellt. Evaluierte Personen / Gremien / Institutionen haben das Recht auf Kenntnisnahme der jeweils sie betreffenden Ergebnisse. Veröffentlichungen bedürfen der Zustimmung des FA.